Tradition bewahren – Weihnachtsbaum aus dem Taunus schmückt Staatskanzlei
Auch in diesem Jahr durfte der Hessische Waldbesitzerverband dazu beitragen, die Hessische Staatskanzlei in festlichen Glanz zu hüllen. Am Freitag überreichte der Präsident des Hessischen Waldbesitzerverbandes, Carl Anton Fürst zu Waldeck und Pyrmont, gemeinsam mit dem Arbeitskreis Hessischer Weihnachtsbaum einen prachtvollen Weihnachtsbaum an Staatssekretär Benedikt Kuhn, den Chef der Staatskanzlei.
Eine Weißtanne für den Hessischen Landtag

Die Präsidentin des Hessischen Landtages, Astrid Wallmann, hat rund vier Monate vor Weihnachten im Wald bei Rotenburg a.d. Fulda eine sechs Meter hohe Weißtanne als Weihnachtsbaum für das Foyer des Hessischen Landtages ausgesucht. Der gleichmäßig schön gewachsene etwa 15 Jahre alte Baum steht in einem Privatforstbetrieb und ist aus natürlicher Verjüngung entstanden. Der Eigentümer, Hilmar von Bodelschwingh, zeigt der Landtagspräsidentin voller Stolz, wie sich diese seltene Baumart bei gezielter Pflege und konsequenter Jagd in seinem Wald in einer bunten Mischung mit vielen anderen Nadel- und Laubbaumarten behauptet. „Die Weiß-tanne wächst in den ersten Jahren sehr langsam und ist daher durch Wildverbiss besonders gefährdet,“ betont von Bodelschwingh, der selbst Förster ist und in seinem Wald selbst Hand anlegt und jagt.
Erfolgreicher Naturschutz mit den Waldeigentümern

„Der Wald der Markgenossenschaft Bellersheim ist ein Beispiel für gelungenen dauerhaften Naturschutz in der Verantwortung der Waldeigentümer“ sagt der Präsident des Hessischen Waldbesitzerverbandes, Carl Anton Fürst zu Waldeck und Pyrmont. Anlass ist der Besuch des Hessischen Forst- und Umweltministers Ingmar Jung in Bellersheim.
Waldbesitzer und Feuerwehren warnen vor hoher Waldbrandgefahr

Trotz der Niederschläge in den letzten Tagen ist die Gefahr von Waldbränden wei-terhin sehr hoch. Davor warnen der Hessische Waldbesitzerverband und der Hessi-sche Landesfeuerwehrverband. „Vertrocknete Pflanzen, Streu und Reisig auf dem Waldboden sind immer noch leicht entflammbar,“ sagt Carl Anton Fürst zu Waldeck, der Präsident des Hessischen Waldbesitzerverbandes. Nach der wochenlangen trockenheißen Witterung im Frühjahr sind viele krautige Pflanzen verdorrt, so dass aus dem kleinsten Funken schnell ein großes Feuer werden kann.
„Unsere Feuerwehrleute sind landesweit in erhöhter Einsatzbereitschaft und können bei einem Brandgeschehen schnell eingreifen“, erklärt Norbert Fischer, Präsident des Landesfeuerwehrverbandes Hessen. „Je früher die ersten Löschmaßnahmen beginnen, desto größer sind die Chancen, eine flächenhafte Ausbreitung des Feuers zu verhindern.“
Prof. Bitter: „Kosten des Privatwaldes in Deutschland für die Umsetzung der EUDR wären in der Summe deutlich höher als die GAK-Förderung“

Dank an Bundesminister Rainer für klare Haltung zur EUDR
Bei einem Waldspaziergang von Vertreterinnen und Vertretern des Bayerischen Waldbesitzerverbandes, der Bayerischen Staatsforsten und der AGDW in Niederbayern mit Bundesminister Alois Rainer erklärte AGDW-Präsident Prof. Bitter:
„Es ist höchste Zeit, dass die EU-Kommission nun mit einer Aufforderung zur Stellungnahme, einem sogenannten ‚Call for Evidence‘, das Thema des dringend notwendigen Bürokratieabbaus bei der Umweltgesetzgebung aufgreift. Die Waldbesitzenden fordern, dass die EUDR im geplanten Umwelt-Omnibus adressiert wird. Nötig ist eine Anpassung der Risikokategorien, die der nachhaltigen Waldbewirtschaftung in Ländern wie Deutschland mit nachweislich vernachlässigbarem Entwaldungsrisiko Rechnung trägt. Die Waldbesitzenden danken Bundesminister Rainer für sein klares Eintreten für eine Null-Risiko-Kategorie und den damit verbundenen Wegfall der einzelbetrieblichen Meldepflichten. Nach unseren Berechnungen würden ansonsten für den Privatwald Kosten von rd. 60 Mio. Euro jährlich entstehen, ohne dass ein zusätzlicher Beitrag zur Vermeidung der weltweiten Entwaldung geleistet werden könnte. In Relation zur letztjährigen GAK-Förderung für Wiederaufforstung und Waldumbau von rd. 41 Mio. Euro wäre dies die 1,5-fache Summe und somit völlig inakzeptabel. Die Verordnung muss überarbeitet werden, um eine reibungslose Umsetzung zu gewährleisten und die positiven Ziele nicht zu gefährden.“
Förderprogramm „Klimaangepasstes Waldmanagement“: Aufstockung der Mittel zu begrüßen

Bündelung der waldbezogenen Fördermaßnahmen im Bundeslandwirtschaftsministerium notwendig
Das Bundesumweltministerium hat heute bekanntgegeben, dass es die Mittel für das Förderprogramm „Klimaangepasstes Waldmanagement“ um 10 Mio. Euro auf dann 145 Mio. Euro jährlich aufstocken wird. Die Zusage gilt für 10 Jahre.
AGDW-Präsident Prof. Bitter erklärt dazu:
„Die Waldbesitzenden begrüßen die Entscheidung von Bundesminister Schneider. Der Antragsstau von mehr als 600 Anträgen, die bis dato nicht bewilligt wurden, wird sich nun auflösen. Wir verstehen die Zusage über 10 Jahre und damit über die Gesamtsumme von 1,45 Mrd. Euro als Ausdruck des politischen Willens, der Förderung die dringend notwendige langfristige Perspektive und damit Planungssicherheit zu geben. Wir sind allerdings der klaren Auffassung, dass diese Mittel unter Einbeziehung des Bundeslandwirtschaftsministerium zu verwalten sind. Idealerweise sollten dort alle waldbezogenen Fördermaßnahmen und die zugehörige Finanzierung gebündelt werden, um eine kompetenzorientierte Koordination aus einer Hand zu gewährleisten.
Aufwärtsspirale für Waldbesitzende in der Unfallversicherung vorerst gestoppt

Beiträge in der Landwirtschaftlichen Unfallversicherung sinken erstmals wieder – Politik muss Grundlagen für dauerhafte Beitragsstabilität und perspektivisch Beitragssenkungen schaffen
Die rund 800.000 forst- und landwirtschaftlichen Betriebe, die über die SVLFG in der Landwirtschaftlichen Unfallversicherung (LUV) abgesichert sind, können vorerst aufatmen: Nach massiven Beitragssteigerungen in den Vorjahren, die sich beim Risikobeitrag auf 36 Prozent summierten, sinken ihre Beiträge in diesem Jahr leicht. Im Durchschnitt liegt die Entlastung beim Risikobeitrag Forsten in diesem Jahr bei rund sieben Prozent. Allerdings steigt gleichzeitig der Grundbeitrag, aus dem unter anderem die Verwaltungskosten und ein Großteil der Präventionsaufwendungen finanziert werden. Entgegen des in diesem Jahr rückläufigen Gesamttrends müssen daher Kleinstbetriebe, bei denen der Grundbeitrag stärker ins Gewicht fällt, teils höhere Beiträge zahlen. Ab einer Betriebsgröße von rund 1,55 Hektar kommt es dann insgesamt zu einer Entlastung.
Europaparlament sendet starkes Signal für praxisgerechte EUDR-Reform

Das Europaparlament hat sich heute in einer Entschließung mit deutlicher Mehrheit für Änderungen an der EU-Verordnung zu entwaldungsfreien Lieferketten (EUDR) ausgesprochen, u.a. für eine Reform des sogenannten Benchmarkings, mit dem Staaten in Risikokategorien eingeordnet werden. Nach dem Ministerrat hat sich damit die zweite EU-Institution für eine Reform der Verordnung ausgesprochen.
Experten-Ruf nach Reform des Klimaschutzgesetzes immer lauter

Der Wissenschaftliche Beirat für Waldpolitik beim Bundeslandwirtschaftsministerium (WBW) hat seinen Ruf nach einer Reform der gesetzlich fixierten Ziele zum Klimaschutzbeitrag von Wald und Holz bekräftigt. In einer heute vorgelegten Stellungnahme kritisiert der Beirat das im deutschen Klimaschutzgesetz verankerte Ziel für den LULUCF-Sektor (Landnutzung, Landnutzungsänderung und Forstwirtschaft – LULUCF), das auf einer entsprechenden EU-Verordnung fußt, als nicht sachgerecht. Die AGDW teilt diese Einschätzung des Beirats. „Der Wald darf angesichts seiner vielfältigen Ökosystemleistungen nicht allein anhand der Höhe des CO2-Speichers beurteilt werden. Vielmehr müssen wir zu einer differenzierten Bewertung der Klimaschutzbeiträge von Wald und Holz gelangen, welche die Leistungen der Forstwirtschaft entsprechend honorieren“, erklärt AGDW-Präsident Prof. Andreas Bitter.
Prognose zeigt: Heimisches Holz bleibt zentraler Pfeiler für nachhaltiges Wachstum

In Deutschlands Wäldern steht und entsteht trotz der Folgen der Klimakrise reichlich Holz, um für nachhaltiges Wachstum und für eine verbesserte Treibhausgasbilanz bei Unternehmen und Verbrauchern zu sorgen. Das geht aus der heute vom Bundeslandwirtschaftsministerium veröffentlichten Waldentwicklungs- und Holzaufkommens¬modellierung für die Jahre 2023 bis 2062 (WEHAM) hervor, die auf Basis der jüngsten Bundeswaldinventur entwickelt wurde. Im langjährigen Mittel ist demnach mit einem Rohholzaufkommen von 80,6 Millionen Erntefestmetern (Mio. Efm) zu rechnen, das sind rund 7,5 Prozent mehr als in den letzten 10 Jahren. „Die Studie zeigt die enormen Potenziale des nachwachsenden Rohstoffs Nummer eins auf. Als erneuerbarer Energieträger, als klimaschonender Werkstoff, als elegantes Baumaterial sowie für weitere innovative Anwendungen birgt Holz noch viel ungenutztes Potenzial. Dessen Erschließung ist aber alles andere als ein Selbstläufer“, erklärt AGDW-Präsident Prof. Andreas Bitter.