Waldsymposium der AGDW: Dank an Özdemir für Erhalt der GAK-Förderung

Landwirtschaftsminister zum Bundeswaldgesetz: „Ich komme aus Baden-Württemberg, da enteignen wir nicht“ – Kein verpflichtender Vorratsaufbau
Auf dem AGDW-Waldsymposium in Berlin hat Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir die rund 120 Teilnehmer informiert, dass der drohende Wegfall der GAK-Förderung für Waldumbau und Wiederbewaldung abgewendet werden konnte. „Wir haben uns dafür eingesetzt, dass die GAK-Förderung in dieser Höhe weitergeführt wird“, sagte Özdemir. Zwar sei der Bundeshaushalt noch nicht beschlossen, doch: „Es sieht gut aus, dass die GAK-Maßnahmen 2024 aus dem Klima- und Transformationsfonds finanziert werden.“
Rechtsgutachten zum Solarpaket I: Duldungspflicht und gesetzlich fixierte Entschädigung sind verfassungswidrig

Die vom Bundeswirtschaftsministerium geplante Duldungspflicht von Leitungen zu Windenergie- oder PV-Anlagen verbunden mit einer Entschädigung von nur 5 Prozent des Grundstücksverkehrswerts ist evident verfassungswidrig. Dies ist das Ergebnis eines heute veröffentlichten Rechtsgutachtens der Berliner Kanzlei Heinichen Laudien, das von den Verbänden AGDW – Die Waldeigentümer und Familienbetriebe Land und Forst in Auftrag gegeben worden war. Für den 19. Oktober ist die erste Lesung des Solarpakets I im Bundestag angesetzt, in dem die Duldungspflicht festgeschrieben werden soll.
Waldbesitzer: „EU-Lieferketten-Verordnung ist für Wälder in Deutschland ein überflüssiges bürokratisches Monstrum“

Forstwirtschaftliche Zusammenschlüsse befürchten Überbürokratisierung durch EU-Verordnung zu entwaldungsfreien Lieferketten – „Bärendienst“ für klimaresilienten Waldumbau befürchtet
Auf dem Bundeskongress Forstwirtschaftlicher Zusammenschlüsse (FWZ) in Berlin haben zahlreiche Vertreter des Privatwaldes und der FWZ vor einer Überbürokratisierung durch die EU-Verordnung zu entwaldungsfreien Lieferketten (EUDR) gewarnt. „Die Bundesregierung sollte alles tun, um die nun leider notwendige Umsetzung für den Privatwald und die forstwirtschaftlichen Zusammenschlüsse kleiner und mittlerer Waldeigentümer so einfach und unbürokratisch wie möglich zu gestalteten“, forderte Prof. Andreas Bitter, Präsident des Verbandes AGDW – Die Waldeigentümer. Auf die rund 2 Millionen deutschen Privatwaldbesitzer kämen sonst nicht zu schulternde Dokumentationspflichten zu, die in der Konsequenz eine nachhaltige Waldbewirtschaftung in vielen Fällen uninteressant machten. „Dadurch würden wir dem notwendigen klimaresilienten Waldumbau einen Bärendienst erweisen“, so Bitter.
Eröffnung der Waldtage 2023: „Nur gesunde Wälder bieten Schutz und Erholung“ – Waldeigentümer brauchen Investitionshilfen

Eröffnung der Waldtage 2023: „Nur gesunde Wälder bieten Schutz und Erholung“ – Waldeigentümer brauchen Investitionshilfen
Zusammen mit Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir hat AGDW-Präsident Prof. Andreas Bitter am Freitag in Lohr am Main die Deutschen Waldtage eröffnet, die in diesem Jahr unter dem Motto „Gesunder Wald. Gesunde Menschen!“ stehen. „Wir alle erfreuen uns an einem gesunden Wald, der eine wunderbare Grundlage für Erholung und Gesundheit ist“, sagte Bitter in der Podiumsdiskussion. „Aber das kann nur funktionieren, wenn die Wälder tatsächlich gesund sind – und das sind sie leider in weiten Teilen Deutschlands aufgrund der Klimakrise nicht mehr“, so Bitter. Bestes Beispiel sei der Harz, dessen Wälder auf großen Flächen hohen Temperaturen, Dürren und so dem Borkenkäfer zum Opfer gefallen sind: „Es kann nicht erholsam sein, zwischen abgestorbenen Bäumen und kahlen Flächen in der heißen Sonne spazieren zu gehen.“
Waldbesuch von Staatssekretärin Hoffmann (BMUV) in Nordhessen

„Ohne Förderung wäre klimagerechte Wiederaufforstung für Waldbesitzer unmöglich“
Waldbesuch von Staatssekretärin Hoffmann (BMUV) in Nordhessen – AGDW fordert mit Nachdruck Fortsetzung der GAK-Förderung für 2024
Bei einem Waldbesuch nahe Frielendorf (Hessen) haben die Waldbesitzenden die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumweltministerium, Bettina Hoffmann, eindringlich auf die Bedeutung der Fördermittel für die Wiederaufforstung nach Kalamitäten und den klimaresilienten Waldumbau hingewiesen.
Trauriger Tag für Hessische Naturschutzpolitik

Gesetzliche Schutzgebietsausweisung des Grünen Bandes Hessen hat das Vertrauen
der Landwirte und Waldeigentümer in die Hessische Landesregierung nachhaltig
beschädigt.
Die Ausweisung von über 8.000 Hektar Wald und landwirtschaftlichen Flächen entlang der
Grenze Hessens zum Nachbarland Thüringen als Nationales Naturmonument ist kein
Grund zum Feiern, sondern markiert einen traurigen Tiefpunkt verfehlter hessischer Naturschutzpolitik.
Solarpaket I: Duldungspflicht für Waldbesitzer verstößt gegen Eigentumsrecht – Marktwirtschaftliche Lösungen notwendig

Der Verband AGDW – Die Waldeigentümer hat vor einem Vorstoß gegen das verfassungsrechtlich geschützte Eigentumsrecht durch den Gesetzentwurf Solarpaket I gewarnt, der morgen im Bundeskabinett beschlossen werden soll. „Die vorgesehene Duldungspflicht für Leitungen ist eine Missachtung der Rechte der Waldeigentümer“, sagte AGDW-Präsident Andreas Bitter. „Dieser Schritt kommt teilweise einer Enteignung gleich.“
Waldbesitzer fordern mehr statt weniger Forstwirtschaft

Waldbesuch von Bundesminister Özdemir in Metzingen: Waldbesitzer fordern mehr statt weniger Forstwirtschaft – Ungekürzte Fortsetzung der GAK-Förderung für Aufforstung und Waldumbau notwendig
Bei einem gemeinsamen Waldbesuch in Metzingen haben Vertreter des baden-württembergischen Privatwalds Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir eindringlich gezeigt, dass der Klimawandel mittlerweile nicht mehr nur die Fichtenreinbestände gefährdet, sondern auch die heimischen Laubbaumarten erfasst. „Wir müssen uns aktiv um unsere Wälder kümmern, um sie klimafit zu machen und sie in ihren vielfältigen Funktionen für Gesellschaft und Waldbesitzer zu erhalten“, sagte Gerhard Fritz, Vorsitzender der Inhaberschaft Äußerer Wald Neuhausen. Der „Äußere Wald“ ist eine 107 Hektar große Traditionswaldgemeinschaft mit 100 Eigentümern, die das Waldeigentum, das ehemals der 1802 aufgelösten Benediktinerabtei Kloster Zwiefalten gehörte, gemeinschaftlich verwaltet und bewirtschaftet. Beim Waldspaziergang wies Fritz ausdrücklich auf die gefährdeten Buchenbestände hin, die unter höheren Temperaturen und weniger Wasser leiden: „Der Waldumbau ist teuer und aufwendig“, sagte Roland Burger, Präsident der Forstkammer Baden-Württemberg: „Wir brauchen nicht weniger Forstwirtschaft, sondern mehr Forstwirtschaft, um den Wald zu schützen.“
Jahresbericht 2022 der AGDW erschienen

– Interview mit BM Özdemir – Schwerpunkt Windenergie im Wald
Der Jahresbericht 2022 des Verbandes AGDW – Die Waldeigentümer wurde heute veröffentlicht. Inhaltlicher Schwerpunkt ist ein Interview mit Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir zu den aktuellen Fragen und Sorgen der Waldeigentümer. AGDW-Präsident Andreas Bitter und AGDW-Hauptgeschäftsführerin Irene Seling blicken zurück auf ein politisch ereignisreiches Jahr, an dessen Ende das Förderprogramm „Klimaangepasstes Waldmanagement“ gestartet wurde.
Waldeigentümer kritisieren Zustimmung des EU-Parlaments zum Nature Restoration Law – Richtige Ziele, aber falscher Ansatz

Der Verband AGDW – Die Waldeigentümer hat die heutige Zustimmung des EU-Parlaments zum Nature Restoration Law (NRL) kritisiert. „Das Parlament hätte den Gesetzentwurf in dieser Form nicht billigen dürfen“, sagte AGDW-Präsident Andreas Bitter: „Der vorliegende Vorschlag der EU-Kommission wird den Kernzielen des Green Deals, also der Eindämmung des Klimawandels und dem Artenschutz nicht gerecht.“ Er hoffe, dass in den nun folgenden Trilog-Verhandlungen eine sachgerechte Lösung gefunden wird, damit der Wald weiter durch aktive nachhaltige Waldwirtschaft Klimaschützer Nummer 1 bleiben kann.